Kolumne I 10
Liebe Gäste und UW- Videofreunde,
Eigentlich wollte ich mich schon Anfang des Jahres wieder bei Ihnen melden. Jetzt ist schon wieder Juni und ich hoffe, Sie können mir das nachsehen.
Es hat sich eine Menge getan. Wir haben unser „SeaHorse" für die neuen Panasonic, Canon und Sony Modelle angepasst und ganz nebenher auch noch 3D fähig gemacht. Dazu lesen Sie bitte unsere News.
Aber wir wollten ja über technische Fragen reden. Da diese Frage immer wieder kommt, nun ein paar einfache Antworten zum manuellen Weißabgleich.
Früher brauchte man einen Rot/Orange Filter um den Farbverlust mit zunehmender Tiefe wieder zu kompensieren. Das ging aber nur bis 20 meter nach unten, dann war auch damit das Latain am Ende.
Aber halt!... Farbverlust gibt es doch gar nicht! Die Farbe ist da, nur wir sehen sie nicht. Da wir vor ein paar Mio jahren als Lurche oder so etwas aus dem Wasser gekommen sind, haben wir das Sehen mit dem großen blauen Filter verlernt. Der Farbe hat das keinen Abbruch getan. Die neuen Camcorder von Panasonic, Canon und auch einige Sonys können uns aber die Farben an Hand des Vergleichs mit der Farbe Weiß und einem speziellen Messverfahren wieder vor Augen führen. Das Ganze gewissermaßen auf Knopfdruck. Die Kamera sieht dann das, was wir nicht mehr sehen können und der große blaue Filter löst sich in Luft auf.
Ein Beispiel,… sehen Sie mal in die Sendediode der Fernbedienung, drücken einen beliebigen Knopf und… Sie sehen nichts! Machen Sie das Gleiche nochmal und sehen auf den Monitor der Kamera und Sie entdecken plötzlich das IR Licht am Sender. Die Kamera sieht , was Sie nicht sehen. So ähnlich funktioniertt das auch mit dem Weißabgleich unter Wasser.
Glauben sie also ausnahmsweise auch das, was Sie nicht sehen. Mit zusätzlichen Licht können Sie einen kleinen Teil kompensieren, mit dem Rotfilter ziehen Sie nur die Rauschgrenze der Kamera vor, ohne auch nur annähernd das zu erreichen, was der manuelle Weißabgleich kann.
Mehr würde sicherlich ein Buch füllen und vielleicht gibt es das ja in absehbarer Zeit zum Thema.
Bis zum nächsten Mal,
Herzlichst
Ihr Steffen Damm